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Die Geschichte der Zeitungen in Deutschland

 

Eine kleine Übersicht mit den Daten, wann etwas zum ersten Mal im Bereich Zeitungen, Presse und Drucktechnik in Deutschland geschehen ist.

 

Fuggerzeitungen im 16. Jahrhundert

Schon vor der Entstehung der Presse (und auch noch danach) gab es ab dem 16. Jh. geschriebene Zeitungen, d.h. handschriftlich notierte Neuigkeiten, die meist als Anhang zu Privat- und Geschäftsbriefen ausgetauscht wurden.

Am bekanntesten sind die Fuggerzeitungen aus den Jahren 1568 - 1605, eine Sammlung von handschriftlichen Nachrichten ("Zeitungen"), die das Augsburger Handelshaus Fugger aus seiner Korrespondenz und anderen Quellen zusammenstellen ließ. ...

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Postzeitungen im 17. Jahrhundert

Im ersten Jahrzehnt des 17. Jh. bildete sich in Europa eine neue Gattung periodischer Publizistik heraus: die Zeitung. Ihre Merkmale sind: Publizität (Öffentlichkeit, allgemeine Zugänglichkeit), Aktualität (Gegenwartsbezogenheit, Bedeutsamkeit für die unmittelbare Gegenwart), Universalität (Allseitigkeit; kein Thema wird ausgeschlossen) und Periodizität (regelmäßige Wiederkehr). Ihre Erscheinungsweise war zunächst wöchentlich, da sie vom Verkehrsplan der Reit- und Fahrposten abhängig war, die das Nachrichtenmaterial beförderten.

Die ältesten bekannten Wochenzeitungen in deutscher Sprache erschienen ab 1609: der "Aviso, Relation oder Zeitung" in Wolfenbüttel von dem Drucker Julius Adolph von Söhne († 1616), fortgesetzt bis 1627(?) von Elias Holwein († 1659), und die ...

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Aktuell dazu:

Am 6. Juni 2000 erschien eine Briefmarke der Deutschen Post mit dem Motiv

"350 Jahre Tageszeitung"

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Hier der Text der Deutschen Post zur Herausgabe dieser Briefmarke:

1650, zwei Jahre nach Ende des 30-jährigen Krieges, gab der Leipziger Drucker und Buchhändler Timotheus Ritzsch die  erste Tageszeitung der Welt  heraus.

Ritzsch druckte und vertrieb bereits seit 1643 in Leipzig eine »Wöchentliche Zeitung«, die vier Mal in der Woche erschien. Diese war damit aber noch keine Tageszeitung im heutigen Sinne. Diesen Sprung vollzog Ritzsch, indem er sein Blatt, das er nunmehr »Einkommende Zeitungen«  nannte, ab  1650  sechs Mal in der Woche erscheinen ließ. Jede Ausgabe hatte vier Seiten im Format von zirka 13,5 mal 17 Zentimetern.

Die damalige Auflage dürfte nicht mehr als 200 Exemplare betragen haben. Gesetzt waren die »Einkommenden Zeitungen« in Metall-Lettern, gedruckt wurden sie auf einer hölzernen Druckerpresse von Hand.

------------------------------------ Achtung: Satire ------------------

Harald Schmidt zu diesem Thema in seiner Sendung am 5. 7. 2000:

Wissen Sie, wie die erste Schlagzeile war ?

"Eigene Show für Rudi Carell"

------------------------------------ Ende der Satire --------------------

 

Intelligenzblätter im 18. Jahrhundert

Die erste deutsche moralische Wochenschrift   (als Nachahmung der englischen Wochenschriften), herausgegeben von dem Musikschriftsteller Johann Mattheson (* Hamburg 1681, † ebd. 1764), erschien u.d.T. "Der Vernünfftler, das ist: Ein deutscher Auszug aus den engländischen Moral-Schriften des Tatler und Spectator". Nr. 1 - 101, Hamburg 31. Mai 1713 - 30. Mai 1714. (Das Blatt wurde aus unbekannten Gründen verboten; die letzte Nummer erschien handschriftlich.)

Vorläufer des für den regelmäßigen, abschnittsweisen Abdruck in Zeitungen und Zeitschriften gedachten und oft eigens hierfür verfaßten Fortsetzungsromans  waren die in den moralischen Wochenschriften, Intelligenzblättern oder ...

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Fortschritte der Drucktechnik im 19.  Jahrhundert

Da bei der Zylinderdruckpresse (1812) die Rückwärtsbewegung der Druckform ohne Druckvorgang verlief (Leerlauf), baute ihr Erfinder Friedrich Koenig ein zweites Modell mit zwei Zylindern (Doppelzylinderdruckpresse, "Doppelmaschine"), das diesen Mangel behob. 1814 lieferte er dem Verleger der Londoner "Times" John Walter II. zwei Doppelmaschinen mit einer Stundenleistung von 1100 Drucken sowie mit Dampfantrieb. Auf ihnen wurde am Abend des 28. November 1814 als erste Zeitung der Welt binnen weniger Stunden die "Times" in 4000 Exemplaren gedruckt. In einem Leitartikel in der ersten Nummer aus Koenigs Doppelmaschine würdigte John Walter das Ereignis.

Der Holzschnitt, insbesondere der Holzstich, fand als Illustrationstechnik nicht nur in Büchern, sondern auch in Zeitschriften ...

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Presse und Medien im 20. Jahrhundert

Ein erstes Handbuch der Presse  (des Zeitungs-  und Zeitschriftenwesens)  ist das von dem Lexikographen  Joseph Kürschner (* Gotha 1853, † Windischmatrei [heute Matrei, Osttirol] 1902) herausgegebene "Handbuch der Presse. Für Schriftsteller, Redaktionen, Verleger, überhaupt für alle, die mit der Presse in Beziehung stehen", Berlin 1902.

In Deutschland wurde die erste Rotationsmaschine, die gleichzeitig Text und Bilder drucken konnte,  1902 für den Druck der "Berliner Illustrirten Zeitung" ...

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Quelle:    Diese Information ist ein kleiner Auszug aus dem interessanten  Buch:

Margarete Rehm
Information und Kommunikation in Geschichte und Gegenwart

Hier können Sie den ganzen Text lesen.



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